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Mozambique (Fortsetzung)

Der Unterschied zwischen den Gebieten der Folklore und der Volksmusik scheint für kubanische Musiker sehr ausgeprägt und augenscheinlich zu sein. Dennoch ist der Mozambique meines Erachtens ein Hybride-Stil,
der im Zusammenhang des Karnevals zur Welt gekommen ist und dann von Salsaorchestern gespielt wurde.

Die Erfolge: Cuba Mozambique_como se baila el Mozambique
oder auch : La orchestra Sensacion avec Mozambique no te agites.

Pello Izquierdo (el Afrokan) Padron, ist 1939 im Bezirk von Jésus Maria zur Welt gekommen. 1963 schafft Pello el Afrokan einen neuen Rhythmus, der eine Bildung von Congas de Comparsa benutzt und dies in einer geräumigen Perkussionsgruppe: Congas, Bombos, Sartenes, Cloches, Caisses clair ( alles Obiekte von Schlaginstrumenten) dazu Trompeten und Posaunen.

Pello und sein Bruder bewahren Basisrhythmen und spielen verschiedene andere Pattern dazu. Sich vom brasilianischen Samba und von afrikanischen Rhythmen inspirierend, erfinden sie zwei ganz neue und originell gespielte Trumbaos, die jeder auf zwei Kongas spielt.
Der Erste, bekannt als Mozambique cubain auf den Kongas und der Andere tönt schon um 1964, zur Zeit des Erfolges des Mozambique während des Karnevals, wie der Pattern des Songos; (wieder) aufgekommen im Jahre 1980. Wenn sie genau hinhören, sehen sie die Congeros, die den Songo ab 1980 von den Brüdern Izquerdo wiederaufgenommen haben. Der dritte Kongapattern reproduziert einfach den Plan von Surdo de la Samba nach.

In seinem Auftritt von 1964 gibt Pello seinem Rhythmus den Namen Mozambique, in der Huldigung an seinem Volke, welches um Unabhängigkeit kämpft.

Es schien übrigens, dass der Erfolg der Gebrüder Izquerdo teilweise mit Hilfe einiger kubanischen Politikern zustande gekommen ist. Fidel soll sogar in einer Zeitschrift zusammen mit Pello auf einem Photo abgebildet gewesen sein. Geben wir im Vorbeigehen zu, dass die Revolution nicht nur repressive Aspekte zur Folge hatte, welche man der castrischen Diktatur oft vorgeworfen hat. Sodass die weltweite Ausdehnung der Musik von Kuba, nicht gewartet hätte mit ihrem Entzücken, wie es heute der Fall ist. Rumba würde man heute vieleicht mit einem Sequenzer spielen?

Peruchin nimmt den Mozambique für grosse Orchester wieder auf, und zwar in „Con mi ritmo“. Die Tumbaos des Basses und des Pianos fügen sich ins Schema des Karnevals ein, wie er zum Beispiel im Orchester von Olodum de Bahia von 40 Musikern gespielt wird. Der Mozambique kennt einen grossen Erfolg während einiger Jahre und vergeht dann langsam...

Später lebt er in der New-Yorker Szene wieder auf...

Originaltext: Daniel Genton; Uebersetzung: Markus Wechsler