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Die Batas

Es wird immer dem erfahrendsten Musiker anvertraut, welcher sich in die Mitte setzt; das Onkolo zu seiner Rechten und das Itotele zu seiner Linken. Auf dieser "Muttertrommel" sind zwei Reihen von Glöckchen befestigt, die sich bewegen, wenn der Musiker die beeindruckenden Bässe spielt. Die Batas sind traditionell aus Holz gemacht, man findet sie heute aber auch aus Glasfaser. Die moderne Bespannung der Häute ist dieselbe wie bei den Kongas. Seine klaren und warmen Töne kommen ebenfalls den Kongas sehr nahe.

Die Batas, Trommeln mit zwei Häuten, wurden Ursprünglich von den Yorubas (Stamm aus Nigeria) zu ihren religiösen Zeremonien benutzt. Seit Mitte des sechzehnten Jahrhunderts werden die "heiligen Trommeln" auch in Kuba zu den Festen der Santeria, einer Mischung aus den Rytualen der Yorubas und gewissen Elementen des Katholizismus, gespielt. In Kuba haben die Trommeln drei verschiedene Grössen.
Jede hat seine besondere Funktion, aber um die "Orishas" (Gottheiten) zu verehren benutzt man sie alle drei.
Das kleinste, das "Okolo"(das Kind), spielt die Grundrhythmen, das Mittlere, das "Itotele"(der Vater) und das Grosse, das "Iya" (die Mutter), erhalten einen scharfsinnigen, rhythmischen Dialog aufrecht, dem es schwer ist zu folgen. Das Iya ist das Wichtigste von den Dreien in den Musikgruppen der Batas.

Quelle: Töm Klöwer, Percussions et Rythmes du Monde (Binkey Kok Publications)